Chaotische Organsiation.
Wir hatten eine sehr schöne Hochzeit, allerdings gab es einige Dinge, die nicht in Ordnung waren. Das verwundert sehr, zumal die Location schon mehrere Awards gewonnen hat und wir deshalb dachten, dass mit Sicherheit alles reibungslos verlaufen wird. Schlussendlich verlief die Kommunikation chaotisch und die Organisation war leider amateurhaft.
Angefangen hat alles mit dem Probeessen: das Fleisch (Rindfleisch sous-vide, medium) war hart und war fast roh. Die Nachspeise, eine Creme Brûlée, schmeckte und sah auch aus wie Eier-Stich. Die Kruste war de facto nicht vorhanden, sie war labbrig.
Nach einem Gespräch mit dem Chef wurden wir für ein zweites Probeessen eingeladen, mit der Versicherung, es würde dann alles passen. Einen Termin haben wir schriftlich ausgemacht und auch eine schriftliche Bestätigung erhalten. Es sollte 2 Wochen vor der Hochzeit stattfinden.
Am ausgemachten Tag (2,5 Stunden Fahrzeit pro Richtung) war der Chef überrascht, als wir ankamen. Der Koch war nicht anwesend und der Chef meinte zunächst, wir hätten einen Fehler gemacht und uns im Termin geirrt - wir konnten aber die schriftliche Bestätigung vorweisen.
Statt des Probeessens fand dann überstürzt das Abschlussgespräch statt. Das sollte eigentlich eine Woche später stattfinden, wir hatten dementsprechend nicht alle Unterlagen dabei. Außerdem wurde uns dann mitgeteilt, dass die Wedding-Planerin, mit der wir das Erstgespräch und alles andere vereinbart hatten, entlassen wurde. Das haben wir - wie gesagt - 2 Wochen vor unserer Hochzeit erfahren und es wurde uns davor nicht kommuniziert.
Dementsprechend haben sich am Tag der Hochzeit dann einige Fehler eingeschlichen:
- Blumenschmuck: es wurde ein Teil des Blumenschmucks beim Empfang und im Weingarten ohne Rücksprache komplett gestrichen. Verrechnet wurde er trotzdem. Die Floristin hatte uns dann nach der Hochzeit mitgeteilt, dass das Weingut Holler die Blumen storniert hatte und sie eine aktualisierte Rechnung, mit niedrigerem Preis, an die Location geschickt hätte.
- Bei der Trauung sollte ein Windschutz für die Kerze aufgestellt werden. Der war aber zu klein, und es wurde kein anderer bereitgestellt, obwohl im Lager verschiedene Größen vorhanden waren. Die Kerze ging also nach wenigen Sekunden wieder aus.
- Nach der Trauung wollten wir den Bereich um den Traualtar gleich verlassen, um die Gäste nicht warten zu lassen. Aber das Weingut Holler hat trotzdem am Traualtar Sektgläser und Frizzante zum Anstoßen mit der Standesbeamtin und den Trauzeugen bereitgestellt (was wir dezidiert nicht wollten, da eine Trauzeugin stillende Mutter ist).
Über das alles hätten wir hinweggesehen, aber dann kam das Abendessen, bei dem noch mehr Fehler passiert sind.
- Wasser: eigentlich war besprochen, dass wir Leitungswasser (um 2,90 Euro pro Liter) auf den Tischen bereitstellen wollen, da unser Wasser in Österreich von Top-Qualität ist. Stattdessen waren auf jedem Tisch insgesamt 4 Mineralwasser-Flaschen.
- Auf den Tischen waren die falschen Weingläser, nämlich jene aus Kristall. Das richtige Weinglas war uns ein besonderes Anliegen, weshalb wir mehrmals darauf hingewiesen haben, dass wir unter keinen Umständen die Kristallgläser haben wollen.
- Die Servietten waren anders gebunden als besprochen. Nämlich genau so, wie wir sie auf keinen Fall wollten (auch das haben wir beim Abschlussgespräch gesagt)
- Für die Tischnummern hatten wir goldene Rahmen ausgesucht, da es zu unserem Hochzeits-Design gepasst hätte. Stattdessen gab es Holzaufsteller für die Tischkarten.
- Ein Tisch ist beim Essen zusammengebrochen (und musste neu aufgestellt und mit neuen Tischdecken bestückt werden, da alle Gläser umgekippt sind)
- Andere Tische haben gewackelt
- Bis die Vorspeise gekommen ist, hat es sehr lange gedauert.
- Einige Gläser waren zum Teil verschmutzt oder klebrig und mussten getauscht werden
- Im Saal gab es keine indirekte Beleuchtung, wie beim Abschlussgespräch ausgemacht.
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